Seht euch am besten vor der Wahl diese Folge an oder lest die Zusammenfassung.

Thema: Wahl des Imperators 2950

Gäste:
Cherie Heiberg (Galcitpedia, Sternensystemzeug)
Will Wiesbaum (Lead Writer)
Dave Haddock (Narrative Director)
Adam Wieser (Writer)

Zusammenfassung:
0:00 Thema und Gäste werden vorgestellt

5:00 Bisherige Ereignisse:
Ein Jahr vor der Wahl beginnt der Wahlkampf. Kandidaten können sich bei der UEE bewerben und Videos, Fragebögen usw. einreichen. Daraus werden 10 Kandidaten ausgewählt. Die Wahlen dauern mehrere Wochen, um allen Bürgern ausreichend Zeit zur Stimmabgabe zuzusichern. Kommunikation braucht Zeit und die Bürger sind weit verteilt. Alle Bürger können sich bewerben und wählen, damit soll auch unbekannten Personen mit guten Ideen eine Chance gegeben werden. Bekannte Personen haben aber Vorteile (bessere Ausgangssituation, größere Bekanntheit, mehr Geld). Es gibt keine direkte Altersbegrenzung, aber es muss der Status eines Bürgers vorhanden sein, welcher ein Alter von 18 Jahren voraussetzt. Es könnte ein 18 jähriger zum Imperator gewählt werden.

9:45 Was ist Behind the Scenes passiert?
Die Idee die Community an der Wahl teilhaben zu lassen stammt aus dem Jahr 2013. Letztes Jahr während der CitizenCon wurden weitere Informationen bekanntgegeben. Teilweise geht das Lore mehrere Jahre zurück. So werden z.B. in der Politik Terra betreffend Personen, die früher im Zusammenhang damit eingeführt wurden, erneut aufgegriffen und „befördert“.

15:38 Ist es eine richtige Wahl und wird die Wahl der Community berücksichtigt – egal wer gewählt wird?
Das ist die Idee. Es wurde viel zusammengearbeitet, um diese Wahl zu ermöglichen und nun wollen sie die Backer um Unterstützung bitten, um den Kurs der nächsten Jahre festzulegen.

17:38 Wie viel macht besitzt der Imperator in der UEE tatsächlich? Immerhin gibt es keinen Prime Citizen mehr und die Legislative ist in Händen des Senats.
Es ist ein demokratisches System, in dem die Senatoren ein Mitspracherecht haben. Ein Imperator kann bei der Umsetzung der eigenen Ziele scheitern. Aber er gibt die Richtung vor und bringt Themen ins Gespräch. Außerdem kann der Senator jemanden ernennen und damit wichtige Posten besetzen. Der aktuelle Imperator hat die Handelsbeziehungen mit den Xi’an ausgebaut und damit die diplomatischen Beziehungen verbessert.

19:57 Die Wirtschaftslage in der UEE ist momentan schlecht, aber davon ist nicht viel mitzubekommen. Wie würde sich ein neuer Imperator bemerkbar machen?
Es werden teure Beispiele genannt, die viel Geld verschlingen (z.B. Synthworld, eine im Bau befindliche Megastruktur, die die erste künstlich erschaffene Welt werden soll. Ein anderes Beispiel ist das Militär). Abhängig vom Imperator wird das Geld anders verteilt. [Meinem Verständnis nach würde die Wahl des Imperators den Zustand bzw. die Weiterentwicklung von z.B. Synthworld beeinflussen und dementsprechend die Version, die wir im Spiel sehen werden.]
Jared: „Synthworld is a scam.“ :ugly:

21:31 Gibt es glaubwürdige Hinweise darauf, dass der Konflikt zwischen Sol und Terra zu einem Bürgerkrieg werden könnte? Falls ja, wie würden die Kandidaten diese Kriese angehen?
Cherie: Solange der Konflikt mit den Vanduul läuft, wird die UEE damit beschäftigt sein. Wenn der Krieg enden sollte, kann alles Mögliche passieren.
Dave: Selbst wenn Mira Ngo gewinnen sollte, gibt es keine Garantie für die Ernennung von Terra zum Haptplaneten. Es ist ein demokratischer Prozess, in dem die Senatoren ein Mitspracherecht haben. Wenn sie gewinnen sollte, wird es jedoch eine höhere Priorität haben. Umgekehrt wird die Ernennung von Titus Costigan diese Bewegung nicht stoppen.
Adam: Stimtm den einschätzungen seiner Kollegen zu.
Will: Es gibt unterschiedlcihe Gruppierungen, die der Meinung sind, die UEE wäre zu groß geworden und die einzelnen Systeme sollten sich selbst regieren. Eine der lauteren Gruppierung ist auf Terra. Mir Ngo glaubt an das Imperium, will aber das Zentrum verschieben. Ein Bürgerkrieg kann bei der Abspaltung eines Systems ausbrechen, wenn dieser Prozess nicht friedlich verläuft.
Will: Es haben sich in der Vergangenheit (nach der Messer-Ära) Systeme von der UEE losgesagt. Sie waren von den Ereignissen während der Messer-Ära entsetzt und wollten damit nichts zu tun haben.

25:08 Versetzt euch in die Lage von Mira Ngo. Ihre Kampagne wurde auf der Erde untersagt. Wie würdet ihr damit umgehen?
Cherie: Mira will die Erde nicht aufgeben. Sie befürwortet den Erhalt historischer Orte/Gebäude. Die Geschichte ist ihr wichtig.
Adam: Ihre Vorfahren stammen von der Erde und sie ist dort aufgewachsen. Daher ist ihr die Erde wichtig. Aber Terra ist ihrer Meinung nach eine bessere Repräsentation der Menschheit und des Weges, den die Menschheit gehen sollte.

29:20 Was ist der aktuelle Status künstlicher Intelligenz in Star Citizen?
Dave: Es gibt keine künstliche Intelligenz. Es gab versuche in der Vergangenheit, aber die Resultate waren immer hinter den Erwartungen geblieben (Autopiloten, ein Schiff mit großer Besatzung ging verloren, Verkehrschaos). Alle 20 Jahre gab es jemanden, der meinte „Ich bin derjenige, der es schaffen wird“ und es endete jedes Mal katastrophal. Irgendwann wurde die Forschung verworfen.
Die Idee zur KI in Star Citizen ist eher ein Behind-the-Scenes-Ding. In frühen Gesprächen mit Chris Roberts hat er deutlich gemacht, dass die Spieler die Raumschiffe steuern sollen. Es soll keine Armee an KI-Schergen geben, die für Aufgaben entsendet werden können. Eine KI könnte alles besser als ein Mensch erledigen, aber das wollte Chris nicht.
Will: Es gibt fortgeschrittene Computersysteme und Roboter in Star Citizen, aber die Spieler sollen alles kontrollieren können. Es gibt simulierte simple KI wie das Hologramm in New Babbage.
Jared: „Die Forschung an einer KI wurde gestoppt, da alles was sie tun konnte darin bestand aufzustehen und auf Stühlen zu stehen.“ :ugly: „Addison sagt aber, dass mehr möglich sein wird.“

33:06 Wie weit will Laylani Addison mit gehen?
Adam: Addison glaubt, dass schon geringe fortschritte eine große Auswirkung haben können und damit viele Prozesse effizienter ablaufen werden. Das Argument dagegen ist, dass es schwierig ist davon wegzukommen, wenn es einmal gestartet ist. Sie will nicht alles einer KI überlassen, sondern reguliert in kleinen Schritten die Weiterentwicklung voranbringen.
Will: Addison ist der Meinung wir sollten nicht vor Wissen Angst haben.
Cherie: KI Forschung erhält keine Fördergelder, Addison will dies ändern. Sie will zudem den Bau von Synthworld fördern.
Dave: Der Bau von Synthworld kann zudem neue Technologien hervorbringen, die in anderen Gebieten Verwendung finden könnten. Synthworld ist das Ziel, aber auf dem Weg dorthin wird es Errungenschaften geben.

35:52 Wenn Addison gewinnt, werden überall androiden auftauchen?
Dave: Nein. Bei der Entwicklung sollen keine Risiken eingegangen werden und die Forschung wird Schrittweise vorangeführt.
Will: Addisons Wahl könnte gewisse Auswirkungen haben. So könnte es z.B. entweder Missionen geben, bei denen Hinweisen auf illegale KI-Forschung nachgegangen werden muss oder Missionen, bei denen eine offizielle KI-Forschungseinrichtung um Unterstützung bittet. Auch ein erneutes Desaster aufgrund der KI ist vorstellbar.
Adam: Eure stimme zählt, da sie die Geschichte und das Design beeinflussen wird

38:38 Wie unterscheidet sich der jüngere Costigan von seinem Vater, dem aktuellen Imperator?
Adam: Titus ist erfolgreicher Geschäftsmann und hat seinen Vater bei der Ausübung des Amts beobachtet, weshalb er sich für geeignet hält.
Dave: Titus hat mehr Kontakt zu den Bürgern.
Will: Die Ausgaben der UEE sind sehr hoch, weshalb in der Vergangenheit z.B. das Stanton-System Schrittweise an Unternehmen verkauft wurde. Titus will einen Übergang zu mehr Kapitalismus darstellen.

42:10 Was hat es mit der angestrebten Überarbeitung des Fair Chance Act von Paul Leselle auf sich?
Cherie: Er will Mining und andere Geschäftsmöglichkeiten in Systemen, die durch den Fair Chance Act geschützt sind.

42:30 Was hat es mit dem Fair Chance Act auf sich?
Dave: Es war eine Initiative nach dem fall der Messer. Unter dem Messer-Regime wurde Terraforming auf Planeten mit existierenden Ökosystemen durchgeführt, was zur Auslöschung des vorhandenen Lebens auf den Planeten führte. Nach der Messer-Ära wurde es verboten mit fremden Lebensformen, die auf einer niedrigen Entwicklungsstufe stehen zu interagieren und deren Entwicklung zu beeinflussen. [Quasi eine Form der Ersten Direktive aus Star Trek]
Will: Paul will diese Regelung lockern. So wurden z.B. Systeme, welche keine Lebewesen beherbergen, aber für die Wissenschaft interessant sind, durch den Fair Chance Act geschützt. Ebenso stellt die Definition von intelligentem Leben eine Frage dar. „Der Fair chance Act ist der Vorschlaghammer des Gesetzgebers, um Weiterentwicklung zu schützen bis ein besserer Weg gefunden wird.“.
Adam: Der Fair Chance Act ist 150 Jahre alt. Ebenso wie Addison die KI-Regulierung für die moderne Welt aktualisieren will, will Paul den Fair Chance Act betreffend eine Aktualisierung bewirken. Neue Technologien könnten die Beeinflussung fremder Ökosysteme minimieren.
Cherie: Ihm geht es um die Unterscheidung zwischen einzelnen Zellen und Lebewesen, die ein Bewustsein entwickelt haben. Aktuell werden beide Fälle gleich eingestuft.

46:01 Wie steht Illyana Sharrad zu Synthworld?
Dave: Sie ist aktuell High Secretary unter Kelos Costigan. Sie will dessen Nachfolge antreten. Ihr Ziel ist es Synthworld zu stoppen, sofern keine zufriedenstellenden Fortschritte erzielt werden.
Adam: Eines ihrer Versprechen ist es Infrastrukturprojekte in den einzelnen Systemen zu fördern anstelle diese Mittel an Synthworld zu verschwenden. Sie sieht den wirtschaftlichen Aspekt, da sie in ihrer Aktuellen Position damit konfrontiert ist.
Cherie: Sie will Schlupflöcher schließen und Korruption bekämpfen.

49:06 Der aktuelle Imperator hat sich bisher nicht auf die Seite eines Kandidaten gestellt. Wird er dies noch tun?
Cherie: Er ist in einer Partei (Universalist Party) und üblicherweise werden Kandidaten aus der eigenen Partei unterstützt. In diesem Fall gibt es aber zwei Kandidaten aus seiner Partei und einer ist sein Sohn. Er musste sich zwischen den Wünschen seiner Partei (Sharrad) und seinem Sohn entscheiden. Deshalb hat er entschieden keinen Kandidaten zu bevorzugen.
Will: Mehrere Kandidaten aus einer Partei sind erlaubt. Es gibt aber eine Entwicklung zu nur einem Kandidaten pro Partei, da die Parteien der Meinung sind mehrere Kandidaten würden sich gegenseitig die Stimmen wegnehmen.
Adam: Es gibt Unterschiede zwischen den Parteien. Bei den Universalisten zählen gute Ideen. Die Transitionalists gruppieren sich um Mira Ngo, da sie das bekannteste Mitglied ist. Paul Lesalle hat die Zentralisten über mehrere Jahre angeführt und dabei den Aufstieg konkurrierender Politiker verhindert, um seine Chancen auf das Amt des Imperators zu erhöhen (jedenfalls würden seine Gegner da sagen).

51:17 Bei der Wahl wird es eine Liste mit den Kandidaten geben und die vorherigen Lore Posts werden verlinkt.

51.45 Warum gibt es keine extrem linke Kandidaten?
Dave: Es wurden die fünf Themen (Synthworld, Vanduul, Wirtschaft, Beziehungen zu Außerirdischen usw.) festgelegt und anschließend daran wurden die Ziele der Kandidaten gebildet.
Will: Es gibt auch traditionell linke Konzepte in der UEE (Krankenversicherung, Bildung, Wohnraum). Daher könnte es weniger Zuspruch für den extrem linken Flügel gegeben haben.
Es gefällt Adam, dass in den Kommentaren der Lore Posts die Politik besprechen und es keine durchweg gute oder schlechte Kandidaten gibt. [Das finde ich ebenfalls gelungen.]
Dave: Einen extremer Kandidaten (Human First) hat es in die Runde der 10 Kandidaten geschafft, ist dann aber bei der Vorwahl rausgeflogen. Die Community soll zwar einbezogen werden, aber die Entwickler wollen eine Vorauswahl schaffen, bei der sie mit jeder Wahl zufrieden sind.
Will: Auch nach der Wahl sollen die Gruppierungen und Kandidaten eine Rolle spielen. Die Human First Initiative soll als Bedrohung bestehen bleiben.

56:50 Wird es Wahlautomaten oder Wahlstationen im PU geben?
Will: Die Abstimmung findet nur auf der Webseite statt. Aber in Zukunft könnte sich das ändern. In den Raumstationen und Landezonen gibt es Plakate und Werbespots.

57:20 Wen würdet ihr Wählen?
Cherie: Addison! Chaos!
Dave: Mira Ngo, ihre Politik ist interessant. Entweder sie oder Addison, das Thema KI wäre interessant umzusetzen.
Cherie: Sharrad könnte langfristig interessant sein. Auf lange Sicht könnte sie den Job am besten erledigen. Aber ihr Herz ist mit Addison.
Will: Beruft sich auf das Wahlgeheimnis.
Adam: Es war interessant sich in die Köpfe der Kandidaten zu begeben. Aber seine Eltern waren beide in der Bildung tätig, daher bevorzugt er Addison. Aber Sharrad wäre ebenfalls interessant und eventuell die bessere Wahl für die Spielwelt.
Jared: Ich werde aus egoistischen Gründen Sharrad wählen, da ich niemals eine fertiggestellte Synthworld sehen will. Ich würde lieber um den teilweise fertiggestellten Todesstern fliegen können.

Eine sehr interessante Folge, die alle Kandidaten beleuchtet. Das Narrative Team hat meiner Meinung nach gute Arbeit geleistet und dies zeigt mal wieder wie umfangreich und tiefgehend die Hintergrundgeschichte von Star Citizen ist.

So, wählt alle Addison! Ich will Synthworld sehen. xD